1 / 7

Was passt?

Welches Wort passt in welche Lücke? Wähl aus.

Manuskript

Feldheim – ein Dorf erzeugt seine eigene Energie

Die Bewohner von Feldheim, einem kleinen Dorf in Brandenburg, produzieren die Wärme und den Strom für das Dorf selbst. 55 Windräder und eine eigene Biogasanlage sorgen dafür, dass die Bewohner unabhängig und klimafreundlich leben können. Sie müssen sich keine Sorgen wegen eines Gasmangels im kommenden Winter machen.                               

SPRECHERIN:
Brandenburgische Dorfidylle 80 km vor Berlin. 130 Menschen leben hier – und erzeugen Energie für Tausende. Feldheim hat es als erstes Dorf in Deutschland geschafft, sich vollständig selbst mit Strom und Wärme zu versorgen. Seit 12 Jahren schon ist es unabhängig von fossilen Brennstoffen. Alles begann 1995 mit dem Bau von vier Windrädern. Diese Idee brachte Michael Raschemann nach Feldheim.  

MICHAEL RASCHEMANN (Bauingenieur):
Und letztlich ist über dieses Gespräch im Dorf dann letztlich so viel mehr erwartet worden von der Bevölkerung, dass die sagten: „Nee, nee, nee, wenn ihr euch hier mit dem, was wir in Feldheim haben, Strom und Wärme, auseinandersetzen wollt, dann wollen wir davon auch was haben.“

SPRECHERIN:
Inzwischen produzieren 55 Windräder Strom für mehr als 50.000 Haushalte. Doch damit nicht genug. Seit 2008 gewinnt eine Biogasanlage im Dorf Wärme und noch mehr Strom – aus Gülle, Roggenschrot und Maissilage. Ganze 260.000 Liter Heizöl spart Feldheim dadurch jedes Jahr. 

SEBASTIAN HERBST (Vorstand der Agrargenossenschaft):
Die Situation war natürlich, dass wir schlechte Marktpreise hatten für unsere Agrarprodukte, die wir sonst verkaufen, Roggen oder Mais. Und es war natürlich auch so, dass die Bundesregierung eine Vergütung hatte, eine Festvergütung für den Strom aus der Biogasanlage erzeugt. Und das war natürlich ein Ansporn für uns Landwirte, zu sagen, wir investieren jetzt in so eine Biogasanlage, damit wir auch eine nachhaltige Einnahmequelle für unsere Mitarbeiter haben.

SPRECHERIN:
Aber damit war die Energie längst noch nicht im Dorf. Die Feldheimer mussten ein neues, eigenes Strom- und Wärmenetz verlegen.

JOACHIM SCHMIDT (Bewohner Feldheims):
Der örtliche Versorger hat es abgelehnt, das Netz für dieses Dorfwerk zur Verfügung zu stellen. Die wollten es einfach nicht. Und die haben gesagt, dieses kleine gallische Dorf, selbst wenn sie es schaffen, da werden wir uns nicht kleinkriegen lassen. 

SPRECHERIN:
Die Menschen im Dorf aber nahmen die Dinge selbst in die Hand – und das hat sich gelohnt.

JOACHIM SCHMIDT:
Der Ölpreis hat mich in den letzten Jahren eigentlich so gut wie nicht interessiert, außer wenn ich an der Diesel-Zapfsäule einen relativ hohen Preis bezahlen muss.

SPRECHERIN: 
Dem kommenden Winter und dem drohenden Gasmangel in Deutschland schauen die Dorfbewohner gelassen entgegen. Und der Bürgermeister?

MICHAEL KNAPE (Bürgermeister):
Ich könnte mich zurücklehnen und sagen: Energiewende erledigt, fertig. Wollen wir aber nicht. Wir wollen ja zeigen, dass man eben noch eigene Wertschöpfungskreisläufe organisieren kann, die uns unabhängiger machen von all den Putins und Scheichs dieser Welt.

SPRECHERIN:
Feldheim hat es vorgemacht: Klimafreundliche und autarke Energieversorgung schafft auch politische Freiheit.

Immer mehr Menschen sind besorgt, was ihre medium in den nächsten Jahren angeht, weil die medium stark steigen werden. Feldheim, ein medium in Brandenburg, hat schon vor Jahren Lösungen gefunden, um sich unabhängig von fossiler Energie zu machen. Die Dorfbewohner produzieren medium selbst, zum Beispiel mithilfe von Windrädern. Der medium ist stolz auf die Bewohner seines Dorfs und ihre Lösung, die auch gut fürs medium ist.

0 von 1 Aufgaben gelöst. 0 erhaltene Punkte.

1 / 7